Saeb Erekat an Covid-19 verstorben +++ Pfizer im Rennen um einen

Der LiveTicker+++ berichtet laufend über Entwicklungen rund um das Coronavirus aus der jüdischen Schweiz und darüber hinaus. Der Serviceteil mit Notfallnummern findet sich am Ende jedes Tageseintrages.

DIENSTAG, 10. November 2020

16.25 Uhr
Saeb Erekat an Covid-19 verstorben
Saeb Erekat, der stets optimistische palästinensische Chefunterhändler, der enge Beziehungen zu seinen israelischen Amtskollegen pflegte und bis zu seinen letzten Tagen auf eine Zwei-Staaten-Lösung drängte, ist an Covid-19 gestorben.

Erekat, 65, starb am Dienstag and den Folgen einer Covid-19 Infektion im Hadassah-Krankenhaus in Ein Kerem. Erekat hatte 2017 eine Lungentransplantation erhalten, was sein Risiko für Komplikationen erhöhte.

Ein Großteil Erekats Leben war mehreren Versuchen gewidmet, zu einem Friedensabkommen zwischen Israel und Palästina zu gelangen. Er war der stellvertretende Leiter der palästinensischen Delegation bei der Friedenskonferenz von Madrid, die 1991 von US-Präsident George H. W. Bush einberufen wurde. Zum ersten Mal verhandelten israelische Regierungsbeamte direkt mit palästinensischen Kollegen, wenn auch in einem multilateralen Umfeld.

1993 wurde er zum palästinensischen Chefunterhändler ernannt und blieb mit wenigen Abwesenheiten sein ganzes Leben lang in dieser Position. Ebenfalls war er Generalsekretär des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation.

«Saeb widmete sein Leben seinem Volk», sagte Tzipi Livni, deren Verhandlungen mit Erekat während der Annapolis-Gespräche 2007-2008, als sie die israelische Außenministerin war, häufig in Geschrei und Beschuldigungen endeten.

«Er hat immer gesagt: Frieden zu erreichen ist mein Schicksal», schrieb Livin auf Twitter. «Als er krank wurde, schrieb er mir: «Ich bin noch nicht fertig mit dem, wozu ich geboren wurde.»
«Mein tiefstes Beileid an die Palästinenser und seine Familie.»

9.50 Uhr
Pfizer im Rennen um einen Impfstoff
Der Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech SE gaben am Montag die Ergebnisse ihrer gross angelegten klinischen Studie bekannt, welche darauf hindeutet, dass ihr Impfstoff mit einer 90 Prozentigen Wirksamkeit eine Infektion mit Covid-19 verhindert. Die Unternehmen gaben an, bisher keine ernsthaften Sicherheitsbedenken zu haben, und gehen davon aus, dass sie später in diesem Monat eine Notfallzulassung der USA einholen werden.

Im Falle einer Zulassung, wird die Anzahl der Einheiten zunächst begrenzt sein. Ebenfalls bleiben Fragen hinsichtlich der Dauer des Schutzes noch offen.

Jedoch liegt die Wirksamkeitsrate des Impfstoffes weit über der von der US-amerikanischen «Food and Drug Administration» geforderten Wirksamkeit von 50 Prozent. Um dies weiterhin zu bestätigen, wird die Studie laut Pfizer fortgesetzt. Die Daten müssen noch von Experten begutachtet oder in einem medizinischen Fachjournal veröffentlicht werden. Pfizer sagte, dass dies gescheit, sobald die Ergebnisse des gesamten Versuchs vorliegen.

Pfizer und BioNTech haben mit der US-Regierung einen Vertrag über 1,95 Milliarden US-Dollar über die Lieferung von 100 Millionen Einheiten abgeschlossen. Sie haben auch Liefervereinbarungen mit der Europäischen Union, Großbritannien, Kanada und Japan getroffen.

Israel befindet sich momentan in einem fortgeschrittenen Verhandlungsstadium mit Pfizer Inc., um die Lieferung eines Coronavirus-Impfstoffs sicherzustellen.

Derzeit hat Israel Vereinbarungen mit zwei Pharmaunternehmen, die ebenfalls an Coronavirus-Impfstoffen arbeiten: Moderna, das sich ebenfalls in der dritten Phase befindet, und Arcturus, das noch in der ersten Phase ist.

ZÜRICH

  • Die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) empfiehlt die Infoline Bundesamt für Gesundheit (24h) [058 463 00 00](tel:058 463 00 00) sowie das Ärztetelefon für medizinische Fragen zum Coronavirus (24h) [0800 33 66 55](tel:0800 33%C2%A066 55). ICZ-Telefonnummer: [044 283 22 22](tel:044 283 22 22).

  • Sekretariat der Jüdischen Liberalen Gemeinde Zürich [043 322 03 14](tel:043 322 03 14)oder info@jlg.ch

  • Sekretariat der Israelitischen Religionsgesellschaft Zürich: 044 241 80 57.

  • Jüdischer Rettungsdienst Hazoloh in Zürich: 044 202 30 60.

  • Corona Task Force Agudas Achim / Israelitische Religionsgesellschaft Zürich: waad@agudasachim.ch oder SMS / Whatsapp [077 500 98 63](tel:077 500 98 63) (für nicht-medizinische Fragen)

BASEL

  • Sekretariat der Israelitischen Gemeinde Basel [061 279 98 50](tel:061 279 98 50) oder igb@igb.ch / sekretariat@igb.ch. Fürsorge: [061 279 98 42](tel:061 279 98 42).

BERN

  • Sekretariat der Jüdischen Gemeinde Bern: [031 381 49 92](tel:031 381 49 92) oder info@jgb.ch.
  • Sozialdienst Jüdische Gemeinde Bern, Frau Karin Rom: 076 340 02 15.

WAADT

  • Hotline der Communauté Israélite de Lausanne et du canton de Vaud mit aktuellen Einschätzungen ihrer Coronavirus Kommission [021 341 72 45](tel:021 341 72 45).

GENF