Prävention von Hautkrebs

Seit Jahrzehnten steigt weltweit die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen in der hellhäutigen Bevölkerung an. In Deutschland ist Hautkrebs die am häufigsten auftretende Krebsart. Um die Krankheitslast von Hautkrebs zu reduzieren, spielen der Schutz der Bevölkerung vor ultravioletter Strahlung (primäre Prävention) und die Früherkennung (sekundäre Prävention) eine entscheidende Rolle. In diesem Zusammenhang ist die Information der Bevölkerung von hoher Bedeutung, um präventives Verhalten zu fördern und eine Entscheidung über früherkennende Maßnahmen zu ermöglichen. Ziel dieses Beitrages ist es, einen Überblick über kommunikationsstrategische Möglichkeiten, die zur Informierung der Bevölkerung im Rahmen der Hautkrebsprävention zur Verfügung stehen, zu geben. Um die entsprechenden Bevölkerungsgruppen zielgenau zu erreichen, wird eine vorangehende Zielgruppensegmentierung empfohlen. Zudem sind relevante Multiplikatoren in den Informationsprozess mit einzubeziehen. Bei der Realisierung stehen unterschiedliche Kommunikationsformen und -mittel zur Verfügung, wobei sich insbesondere individualisierte Informationen für eine nachhaltige Information eignen. Damit kommunikative Maßnahmen verschiedene Stufen im Verhaltensprozess und die damit verbundenen Faktoren berücksichtigen, ist eine Entwicklung auf Basis theoretischer Modelle von Vorteil. Elemente der formalen und summativen Evaluation sind geeignet, Interventionen zu begleiten und zu bewerten.