Mammakarzinom: Was gibt es Neues? | medonline

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Mag. Nicole Bachler

DGHO 2020

Mammakarzinom: Was gibt es Neues?

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Innovative Therapeutika und neue Behandlungsschemata für das HER2-positive Mammakarzinom wurden bei der gemeinsamen Jahrestagung vorgestellt. Dazu zählten Daten u.a. zur Immuntherapie beim triple-negativen Brustkrebs sowie zu Medikamenten mit ZNS-Wirksamkeit.

Checkpoint-Inhibition bei fortgeschrittenem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC)

Paclitaxel und Atezolizumab. In der vor zwei Jahren präsentierten Studie IMpassion 1301wurden Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) eingeschlossen, die eine PD-L1-Expression von mindestens einem Prozent hatten und entweder mit Atezolizumab + nab-Paclitaxel oder mit Placebo + nab-Paclitaxel behandelt wurden. „Es handelte sich eher um eine junge Population in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0 oder 1), 41 Prozent der Tumoren hatten mindestens ein Prozent PD-L1-positive Immunzellen, etwa ein Viertel der Patientinnen waren adjuvant mit einem Taxan behandelt worden“, informiert Prof. Dr. Stefan Paul Aebi, Chefarzt an der Medizinischen Onkologie und Tumorzentrum, Kantonsspital Luzern.Im primären Endpunkt progressionsfreies Überleben (PFS) zeigte sich, dass Atezolizumab bei Patientinnen mit PD-L1-positiven Tumoren statistisch signifikant wirksam war, nicht aber bei PD-L1-negtiven Tumoren. Beim Gesamtüberleben (OS) zeigte sich nur ein Trend zu einem längeren Überleben. Aebi: „Deshalb konnte Hypothese zur Überlegenheit von Atezolizumab bei PD-L1-postiven Tumoren nicht bestätigt werden.“