Interview mit @_saselu_

Interview mit @saselu

Wir möchten die Geschichten von Krebspatienten teilen und ein Bewusstsein dafür schaffen.

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Kannst du deine Geschichte erzählen? (Wann und wie haben Sie herausgefunden, dass Sie Krebs hatten und wie war Ihre Behandlung bis jetzt).

Wir haben zwei Jahre jede freie Zeit in der Kinderwunschklink verbracht. Vieles ausprobiert, von Tabletten, Spritze bis hin zur Pumpe. Dann war da plötzlich eine Zyste am linken Eierstock. Die wurde zweimal abgesaugt, dann war sie wieder da. Anders als sonst. Ich sollte ins Krankenhaus wenn wir weiter behandelt werden möchten. Für uns war klar, wir wollen ein Kind also ab ins Krankenhaus. Dort wurde die Zyste entfernt. Dann kam im Juli der Anruf aus dem Krankenhaus. Die Ärztin wolle mit mir reden. Dort angekommen gingen wir mit Ihr in ihr Behandlungszimmer. Sie sprach nicht lange um den heißen Brei. „In der Zyste war Krebs. Die Zyste ist während der OP geplatzt. Wir wissen nicht was der Krebs nun in ihrem Körper anrichtet. Wir müssen Gewebeproben entnehmen und den linken Eierstock entfernen! Anschließend bekommen Sie eine Chemotherapie.“

Was hätte Ihre Erfahrung besser gemacht?

Besser? Ich hatte meinen Mann bei mir und die Ärztin war sehr einfühlsam. Ich habe wohl Glück gehabt bei meiner Erfahrung.

Wie wichtig war die Unterstützung von Freunden und Familie?

Ohne die Unterstützung hätte ich nach dem ersten Chemozyklus abgebrochen.

Was war die schwierigste Zeit, während Krebs?

Die starken Schmerzen und alle Nebenwirkungen. Als auch die Ungewissheit, ob der Krebs noch da ist oder nicht.

Was war der angenehmste Moment, währen Krebs?

Als ich meine letzte Chemo bekommen habe. Man fühlt sich frei und hofft bald wieder am Leben teilnehmen zu können. Aber auch während der chemo, die Krankenschwestern waren wahnsinnig nett und haben mit viel Herz gearbeitet.

Hast du ein Vorschlag über Ernährung oder Sport?

Sport tut wahnsinnig gut, stärkt das Immunsystem und macht einem wieder bewusst was man alles schaffen kann. Ich habe im Fitnesstudio langsam wieder angefangen. Gegessen habe ich erstmal das was meiner Seele gut tut.

Kennen Sie deutsche Initiativen, die Ihnen bekannt sind, um Krebspatienten zu helfen oder sie zu informieren?

Flugkraft Hilfsprojekt

Welches ist die hilfreichste Ressource, die Sie bisher gefunden haben? (Es könnte ein Arzt, ein Blog, eine Community, ein Ratschlag sein)

Ich habe auf Instagram Gleichgesinnte getroffen und von ihnen tolle Tipps erhalten und sogar ein Päckchen zugesendet bekommen mit kleinen „Hilfsmitteln“

Gibt es etwas, für das Sie nach dieser Erfahrung dankbar sind?

Ich bin unglaublich dankbar für den Krebs, er hat mir so viel gelehrt und uns unser Wunder geschenkt. Auch für meine Familie und Freunde und für meine Gesundheit bin ich unendlich dankbar!

Haben Sie Empfehlungen für andere Patienten, die denselben Prozess durchlaufen?

Niemals die Hoffnung aufgeben und immer an das Gute glauben! Seht es als Abenteuer das nur ihr durchmacht und so unendlich viel daraus lernt, was euch keiner nehmen kann.

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