Blasenkrebs — Aktuelles zu Ätiologie, Diagnostik und Therapie

Blasenkrebs ist eine auch in den Industrieländern immer noch häufige Erkrankung. In der Ätiologie steht neben konsum-bedingten Faktoren eine berufliche Exposition gegenüber einer Vielzahl von Schadstoffen im Vordergrund. Durch lange Latenzzeiten können sich hier weit zurückliegende Belastungen manifestieren. Daher ist die arbeitsmedizinische Bedeutung der Erkrankung immer noch sehr groß. Etwa 90 Prozent der Blasenkrebserkrankungen liegt ein Urothelkarzinom zugrunde. Häufigstes Erstsymptom des Harnblasenkrebses ist eine schmerzlose Hämaturie. Auch dysurische Beschwerden sowie rezidivierende Harnwegsinfekte können Symptome eines Harnblasenkarzinoms sein. Goldstandard der Diagnostik ist die Urethrozystoskopie, Tumormarker und Urinzytologie sind weitere wichtige Bestandteile der Diagnostik. Bei Erstdiagnose sind ca. 80 Prozent der Urothelkarzinome nicht muskelinvasiv. Nach initialer transurethraler Resektion erfolgt die histopathologische Einordnung des Tumorgeschehens, die über das weitere therapeutische Vorgehen entscheidet. Nicht muskelinvasive Tumoren werden in der Regel einer Nachresektion sowie gegebenenfalls einer adjuvanten intravesikalen Chemotherapie zugeführt. Für Patienten mit Muskelinvasion stellt die Zystektomie die Therapie der Wahl dar, bei fortgeschrittener Erkrankung kommen zumeist Cisplatinbasierte Chemotherapieprotokolle zum Einsatz.